Zukunft Personal 2026

Von welchem Menschen sprechen wir eigentlich?
Nächste Woche beginnt die Zukunft Personal Europe. Das Motto „TEAM HUMAN × AI“ passt in die Zeit. KI ist längst im Arbeitsalltag angekommen und prägt Recruiting, Lernen, Führung und Entscheidungen.
Beim Lesen des Programms bin ich an einer Frage hängen geblieben: Von welchem Menschen sprechen wir eigentlich, wenn wir über die Zukunft der Arbeit sprechen?
Der Mensch taucht dort in vielen Rollen auf: als Talent, Kompetenzträger, Leistungsträger, Entscheider und soziales Wesen.
Das ist spannend, weil KI in Bereiche vordringt, die wir lange eng mit menschlicher Arbeit verbunden haben: Sprache, Wissen, Analyse, Problemlösung und Kreativität.
KI verändert damit auch unseren Blick auf menschliche Arbeit.
Wenn Wissen in Sekunden verfügbar ist, Texte auf Knopfdruck entstehen und Analysen maschinell vorbereitet werden, verschiebt sich die Frage nach dem Wert menschlicher Arbeit. Ihn daran festzumachen, was wir noch besser können als KI, überzeugt mich wenig. Diese Grenze wird sich weiter verschieben.
Die interessantere Frage lautet für mich: Was macht menschliche Arbeit menschlich?
Urteilskraft und Verantwortung gehören dazu. Die Fähigkeit, mit Unsicherheit und Widersprüchen umzugehen, Beziehungen zu gestalten, Haltung zu entwickeln und Entscheidungen zu vertreten. Auch Eigensinn, Zweifel, Humor und Intuition haben ihren Platz.
Damit berührt die Diskussion über KI etwas Grundsätzliches: unser Menschenbild.
Welchen Menschen wollen wir in unseren Organisationen? Den leistungsfähigen, resilienten und anpassungsfähigen? Oder geben wir auch dem Unplanbaren, Widersprüchlichen und Eigenwilligen Raum?
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