Echte Veränderung gelingt mit nur Emotionen
Das Modul „Emotionen & Konflikte – Teil 1“
Modul 4 meiner Weiterbildung „Systemisches Business-Coaching“ setzt dort an, wo Coaching wirklich wirksam wird: nicht bei klugen Fragen allein, sondern bei dem, was Menschen innerlich bewegt. Deshalb beginnen wir dieses Doppelmodul bewusst mit Emotionen – und erst darauf aufbauend mit Konflikten. Denn ohne Verständnis für das emotionale Fundament lassen sich Konfliktdynamiken kaum professionell begleiten.
Was machen wir – und warum?
Zu Beginn klären wir gemeinsam, was Emotionen eigentlich sind. Viele Teilnehmende merken hier schnell: Emotionen sind kein „Beiwerk“, sondern ein mehrdimensionaler Prozess. Wir betrachten sie als Zusammenspiel von
Körperempfindung
Motivation/Handlungsimpuls
Ausdruck
innerem Erleben
kognitiver Bewertung
Diese Perspektive verändert den Blick: Emotionen sind eine zentrale Informationsquelle – sie zeigen, was für Menschen gerade bedeutsam ist.
Ein prägender Moment im Modul ist die Erkenntnis: Emotionen verweisen auf Bedürfnisse.
Die Grundemotionen (u. a. Freude, Trauer, Wut, Angst, Scham) lassen sich als Signale verstehen – für Themen wie Sicherheit, Zugehörigkeit, Orientierung, Selbstwert und Stimmigkeit. Wenn diese Logik sichtbar wird, entsteht bei vielen ein echtes „Aha“: Reaktionen wirken nicht mehr irrational, sondern nachvollziehbar.
Veränderung braucht die richtige „Dosis“
Ein weiterer zentraler Lernschritt: Veränderung gelingt oft nur bei mittlerer emotionaler Aktivierung.
Zu wenig Emotion – es bewegt sich nichts.
Zu viel Stress – das System geht in Alarm und Schutz.
Wir arbeiten daran, wie Coaches Bedingungen schaffen, unter denen Menschen sich sicher, gesehen und in Kontakt fühlen. Dann wird Denken weiter, Handlungsspielraum entsteht, und neue Schritte werden möglich.
Das Herdplattenmodell: Emotionen professionell „temperieren“
Sehr praxisnah wird es mit dem Herdplattenmodell. Es zeigt, wie feinfühlig Coaches emotionale Prozesse über Fragen und Interventionen beeinflussen können:
erwärmen, wenn jemand stark im Kopf bleibt und keinen Zugang zum Erleben findet
abkühlen, wenn Emotionen überfluten oder der Stresspegel zu hoch wird
Diese Erfahrung stärkt spürbar die Sicherheit der Teilnehmenden: Emotionen sind nicht gefährlich – sie sind gestaltbar, wenn Haltung und Vorgehen stimmen.
Starke Emotionen sind kein Störfaktor
Tränen, Ärger oder Unsicherheit werden im Modul nicht „wegmoderiert“. Wir lernen, sie professionell zu halten: innehalten, benennen, Raum geben – ohne zu dramatisieren, ohne zu vermeiden. Gerade hier wird deutlich: Emotionen sind oft Ausdruck von Vertrauen. Und wenn ein sicherer Rahmen steht, entsteht Entwicklung.
Achtsamkeit & Resilienz als Abschluss
Zum Ende runden wir mit Achtsamkeit und Resilienzkompetenzen ab: Was hilft Coaches, präsent zu bleiben – auch wenn es herausfordernd wird? Viele Teilnehmende berichten, wie sehr diese Haltung nicht nur im Coaching, sondern auch im Führungs- und Arbeitsalltag trägt.
Fazit
Emotionen sind die Grundlage, auf der Konflikte entstehen – und auf der sie gelöst werden können. Deshalb beginnen wir hier.
Emotionen sind kein Störfaktor. Sie sind der Zugang zu Klarheit, Verbindung und echter Entwicklung.
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